Universalism and Particularism in European Contemporary History
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KFG conference | Neoimperialism and Human Rights

organized by Heike Paul, Angelika Nußberger, Carlo Masala and Martin Schulze Wessel

05.10.2026 – 06.10.2026

In Kooperation mit der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz der Universität zu Köln und der Ad Hoc AG „Herausforderungen des Neoimperialismus“ der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Datum: 05.-06.10.2026

Ort: München

Neoimperiale Dynamiken und die zunehmende Politisierung „traditioneller Familienwerte“ stellen die normative Grundlage der liberalen internationalen Ordnung vor neue Herausforderungen. Während sich seit dem späten 20. Jahrhundert Menschenrechte als zentrale moralische Sprache internationaler Politik etabliert haben, treten zunehmend alternative normative Projekte auf, die universale Menschenrechtsinterpretationen infrage stellen. Besonders sichtbar wird dies in transnationalen Netzwerken politischer und religiöser Akteure, die „traditionelle Werte“ als Gegenmodell zu liberalen Normen – etwa im Bereich von Geschlechterrollen, Familie und Sexualität – propagieren. Diese Mobilisierung findet nicht nur auf nationaler Ebene statt, sondern zunehmend auch in internationalen Organisationen und diplomatischen Arenen. Der Beitrag untersucht, wie Debatten über Familie, Moral und kulturelle Identität zu einem zentralen Schauplatz globaler Ordnungspolitik geworden sind. Dabei wird argumentiert, dass normative Konflikte über „traditionelle Werte“ und Menschenrechte eng mit geopolitischen Strategien und neoimperialen Machtprojektionen verbunden sind. Ziel ist es, die Rolle ideologischer Auseinandersetzungen für den Wandel der internationalen Ordnung sichtbar zu machen.

To register for the conference, please contact us: kfg20@lrz.uni-muenchen.de.

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